GT-Fahrzeugproduktion

Arbeitsumfeld:
Wohlergehen und Sicherheit

Die Ferrari Cittadella wurde im Rahmen eines in den 1990er-Jahren gestarteten Projekts vollständig neu entworfen und renoviert. Ziel war es, eine dynamische Anlage zu schaffen, die mit den Anforderungen der Mitarbeiter harmoniert. Die Cittadella ist ein stets fortschreitendes Projekt, welches die Layouts der Gebäude sowie die Verbindungswege für Personal und Material, Funktionalitäten der verschiedenen Aktivitäten, aber vor allem das Wohlbefinden der Mitarbeiter umfasst. Einige der weltweit bedeutendsten Architekten beteiligten sich zu verschiedenen Zeitpunkten an diesem Projekt, das mit der Schaffung des von Renzo Piano geplanten Windkanals – in dem Straßen- und Rennwagen getestet werden – begann.
Luigi Sturchio plante den neuen Logistikbereich des Unternehmens, in dem auch die Scuderia-Verwaltung ihren Sitz hat. Marco Visconti zeichnete sich für den neuen Fertigungsbereich verantwortlich, in dem die Komponenten der 8- und 12-Zylindertriebwerke produziert werden. Hier wechseln sich High-Tech-Maschinen mit grünen Inseln ab, um einen ansprechenden Arbeitsplatz und Microklima zu schaffen.

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Visconti plante auch die neue Lackiererei, die modernsten Standards bezüglich Arbeit und Umweltschutz entspricht, sowie das Restaurant, ein heller und einladender Bereich für die Mitarbeiter, in dem auch die Interaktion zwischen den Angestellten gefördert wird. Im von Massimiliano Fuksas geplanten Produktentwicklungszentrum arbeiten die Ingenieure und Techniker an Forschung und Entwicklung sämtlicher in den Fahrzeugen  verwendeter Komponenten. Der Bereich erstreckt sich über vier Stockwerke, die durch transparente Wege und Treppen miteinander verbunden sind. Dieses helle, luftige Gebäude ist ein fantastisches Beispiel bioklimatischer Architektur. Zu guter Letzt die neue Fertigungsanlage, die von Jean Nouvel geplant wurde: Hier treffen außergewöhnliches technologisches Können und einzigartige Handwerkskunst aufeinander, um in einem lichtdurchfluteten und transparenten Raum mit Grünzonen die 8- und 12-Zylinder-Fahrzeuge zu montieren.
Den Mitarbeitern stehen über 150 Fahrräder zur Verfügung, mit denen sie sich in der Cittadella schnell und einfach bewegen können. Die Viale Enzo Ferrari ist ein breiter Boulevard, der sich, durchschnitten von anderen kleineren Straßen, die nach Ferrari Fahrern benannt sind, durch das Werksgelände schlängelt. Die Viale Enzo Ferrari ist gesäumt von umweltfreundlichen Gebäuden mit viel Grün und zahlreichen Bereichen zum Entspannen und in denen Geräuschkulisse, Licht und Temperatur optimiert wurden. In diesen sauberen, funktionellen Umgebungen zu arbeiten verbessert nicht nur die Lebensqualität der Mitarbeiter sondern trägt auch zu höherer Kreativität und gesteigerter Qualität der Produkte bei. 

Im Jahr 2008 startete Ferrari ein einzigartiges Energieprogramm. Dank neuester Solarzellen und Trigenerationssystemen (zur Produktion von Wärme, Energie und Kühlung) ist Ferrari bezüglich der Energieversorgung vollkommen autark und konnte zudem die CO2-Emissionen um rund 40 Prozent senken.

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Motorsportabteilung

Die Heimstätte der
Scuderia Ferrari

Nach dem Windkanal, den Gebäuden der Zerspannungstechnik, der Logistik, der Produktentwicklung, der Lackiererei und des Restaurants sowie der Fertigungsstraßen, muss als nächstes Gebäude auch das der Scuderia Ferrari den Formula Uomo Kriterien entsprechen.

Mit diesem neuen Projekt – ausgeführt vom französischen Architekt Jean-Michel Willmotte – möchte Ferrari die Latte nun noch höher legen.

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Mit dem Gebäude will Ferrari die ab 2021 geltenden EU-Standards bereits heute umsetzen. Dann müssen alle neu gebauten Privatgebäude so genannte Nullenergiehäuser sein. Dies bedeutet, dass der externe Energiebezug des Gebäudes im Jahresmittel durch den eigenen Energiegewinn aufgewogen wird.

In der Planung der neuen Unterkunft für die Scuderia war man bei Ferrari von der Idee des Nullenergiehauses inspiriert, wobei sich die Umsetzung vor allem aufgrund der Größe des Gebäudes eine enorme Herausforderung darstellt.

Vor allem geht es hier um eine sorgfältig geplante Mischung aus technischen Strategien, die auf eine Reduzierung und Optimierung der Energieanforderungen abzielen – unter anderem die Nutzung natürlichen Lichts, die Verbesserung der Isolierungen, hocheffiziente Klimaanlagen, Steuerungssysteme der Ventilation und der Temperatur, um den größtmöglichen Komfort in den Räumen zu erreichen.

Dazu kommt selbstverständlich auch der Einsatz von Technologien erneuerbarer Energien wie Sonnenenergie.


Mit dem neuen Hauptsitz der Scuderia betritt Ferrari ein neues Gebiet der Energieexperimente auf höchstem Niveau, in dem heute solch bedeutende Forschungseinrichtungen wie die NASA in Cape Canaveral, das DOE (das Energieministerium der USA) und das deutsche EnOB (Forschung für Energieoptimiertes Bauen) zu finden sind.

Auch Ferrari möchte sich in diesem Bereich aktiv engagieren und ein Gebäude erstellen, das nicht nur eine Übung in Sachen Energietechnologie darstellt, sondern vielmehr auch harmonisch und funktionell ist, auf einer Linie mit den Prinzipien, welche die stetige Entwicklung des Campus Ferrari antreiben, wobei die Gegebenheiten und Menschen vor Ort berücksichtigt werden, die jeden Tag zur Legende des springenden Pferds beitragen.

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Die fiorano Rennstrecke

Die Fiorano Rennstrecke wurde im Jahr 1972 neben dem Werk errichtet. Die Originalstrecke, mit einer Länge von 2.948,5 Metern, wurde im Jahr 1996 um eine neue Kurve erweitert, um sie schneller und geeigneter für moderne Formel-1-Rennwagen zu machen. Durch diese neue Kurve wurde die Strecke um 27,91 Meter länger und misst nun 2.976,41 Meter. Fiorano verfügt über Überwachungskameras entlang der gesamte Strecke, Zeitmessung und Telemetrieanlagen. In den Jahren 2001 und 2002 wurde eine Bewässerungsanlage installiert.
Hier handelt es sich um ein weltweit einzigartiges System, das in wenigen Minuten die gesamte Strecke bewässern und das sich auf der Strecke befindende Wasser abziehen kann. Der Streckenbelag wurde mit Shells Cariphalite Grand Prix Bitumen ersetzt. Dieser Belag garantiert ein Höchstmaß an Grip und ausgezeichnete Drainage. Das Formel-1-Team verfügt an der Fiorano Rennstrecke über ein eigenes Fitnessstudio. An der Strecke befindet sich eine Tribüne, die 80 Zuschauern Platz bietet. Die Pit-Garage ist allwettertauglich, wodurch hier somit das gesamte Jahr hindurch unter perfekten Bedingungen gearbeitet werden kann. Die Rennstrecke von Fiorano wird auch zur Entwicklung und Tests der Ferrari GT-Fahrzeuge genutzt. Im Jahr 2002 wurden ein futuristisch anmutendes Gebäude, für die Logistik und das Lager, hinzugefügt. Von hier aus verschickt die Scuderia die Formel 1-Rennwagen, Fahrzeugteile und speziell ausgestatteten Sattelzüge rund um die Welt. An der Rennstrecke steht auch ein Versammlungsraum für Treffen und Events zur Verfügung.


Die Rennstrecke in mugello
 

Im Jahr 1988 erwarb Ferrari die internationale Rennstrecke von Mugello nördlich von Florenz und renovierte nicht nur die Strecke selbst sondern auch die Gebäude sowie weitere dazu gehörende Test- und Motorsportanlagen. Mugello zählt heute zu den besten Rennstrecken der Welt und ist regelmäßig Austragungsort bedeutender Automobil- und Motorradrennen. Zudem wissen zahlreiche Automobilhersteller die 5.245 Meter lange Strecke im Rahmen ihrer Entwicklungstests zu schätzen.

Im Jahr 2011 erhielt die Rennstrecke mit die „Best Grand Prix“-Auszeichnung, die höchste Ehrung, die in der Welt des Motorsports an Organisatoren in den Moto GP-Meisterschaft vergeben wird.

Im Jahr 2011 wurden auch zahlreiche Renovierungen an der Rennstrecke durchgeführt: neuer Streckenbelag auf der gesamten Länge unter Einsatz innovativer Techniken sowie eine neue Haupttribüne, auf deren Dach sich über 3.000 Solarzellen befinden. Auch dank dieser Investitionen wurde die Rennstrecke zur besten der Welt in der Welt der Moto GP-Weltmeisterschaften gewählt.