Ein Ferrari als Phönix aus der Asche

Ein Ferrari als Phönix aus der Asche

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Ein vom Feuer zerstörter 225E feiert eine triumphale Rückkehr

Maranello, 15. März 2016 – Nach fast zwei Jahren Arbeit ist der 225E mit Chassis-Nr. 0178 endlich komplett restauriert und wieder in den Händen seines Besitzers. Das Projekt war eine große Herausforderung für die Ferrari Classiche Abteilung, da der Wagen – der einem argentinischen Sammler gehört – in einem schrecklichen Zustand zur Reparatur nach Maranello kam. Er war bei einem Brand teilweise zerstört worden.

 

Rennvergangenheit. Der 225E hatte das Werk im Mai 1952 verlassen und gehörte zuallererst dem Grafen Antonio Sterzi. Schnell feierte er sein Debüt bei keinem geringeren Rennen als der Mille Miglia, gelenkt von eben jenem Gentleman mit Nino Rovelli als Beifahrer. Im Juni des gleichen Jahres gewann der 225E die Coppa della Toscana mit Bruno Sterzi, der damit auch beim Bozen-Mendola-Bergrennen und der Coppa Intereuropa in Monza fuhr, wofür die vorderen und hinteren Stoßfänger entfernt wurden. Der Wagen wechselte ein paar Mal den Besitzer, wurde dann aber in einen Brand verwickelt, in dem er einen schweren Schaden erlitt. Der Motor war immerhin fast völlig intakt, und in den 1980er Jahren wurde ein Versuch unternommen, die Karosserie wieder herzustellen. Leider blieb der 225E jedoch unfahrbar.

 

Neues Leben. Seine Wiedergeburt verdankt der 225E seinem neuen Besitzer, der die Abteilung Ferrari Classiche damit beauftragte, das Interieur zu rekonstruieren und den Wagen komplett wiederherzustellen. Da die Dokumentation in Bezug auf die ursprüngliche Innenausstattung verloren gegangen war, entschied sich das Maranello-Team dazu, alle in den frühen 1950er Jahren gebauten Ferraris dieser Art unter die Lupe zu nehmen, um den Wagen so originalgetreu wie möglich nachbauen zu können. Der Motor wurde ebenfalls vollständig instandgesetzt, und erst vor wenigen Tagen kehrte der 225E in einer zweifarbigen, weißen und blauen Lackierung auf die Straßen zurück.