Ferrari holt GT Konstrukteurstitel 2014

Ferrari holt GT Konstrukteurstitel 2014

GT & Sport Cars

Interlagos, 30. November 2014 – Im letzten Rennen in der FIA-Langstrecken-Weltmeisterschaft, den 6 Stunden von Sao Paulo, siegte Ferrari und sicherte sich somit den Weltmeistertitel der Konstrukteure in der GT-Klasse. Das extrem spannende Rennen endete hinter dem Safety Car. 25 Minuten vor der Zieleinfahrt kam es zwischen Mark Webbers Porsche Prototyp und dem Ferrari Nummer 90 mit Matteo Cressoni am Steuer zu einem Unfall. Zu diesem Zeitpunkt war das Rennen jedoch bereits so gut wie gelaufen. Glücklicherweise wurde keiner der beiden Fahrer ernsthaft verletzt.

Dies ist Ferraris 17. Titel in der Langstrecken-Weltmeisterschaft, der dritte in Folge in den WEC Meisterschaften. Der erste Sieg der Marke aus Maranello geht ins Jahr 1953 zurück, dem ersten Jahr dieser Rennserie, mit Ausnahmefahrern wie Giuseppe Farina, Alberto Ascari, Mike Hawthorn und Giannino Marzotto.

Der Konstrukteurstitel ist für Ferrari und das italienische AF Corse Team der Abschluss einer extrem erfolgreichen Saison.
Im vergangenen Juni siegte das Team bei den 24 Stunden von Le Mans und konnte sich gegen die Konkurrenz von Porsche, Chevrolet und Aston Martin durchsetzen. Im vorletzten Rennen der Saison, das in Bahrain abgehalten wurde, holten sich Gimmi Bruni und Toni Vilander den Titel in der LMGTE-Pro Klasse der WEC Meisterschaften. Das AF Corse Team unter Leitung von Amato Ferrari sicherte sich hingegen den Teamtitel zum dritten Mal in Folge.

„Ein fantastisches Ergebnis“ so Antonello Coletta direkt nach dem Rennen. Coletta war nach Brasilien gekommen, um das Team im entscheidenden Rennen zu unterstützen. „Dies ist der dritte Weltmeistertitel in Folge für Ferrari in den WEC Meisterschaften. Zuverlässigkeit, Einsatz der Fahrer und großartige Teamarbeit waren der Schlüssel zu diesem abermaligen Erfolg, der beweist, dass Ferrari in der GT-Klasse an der Spitze steht. Das heutige Rennen wurde unter schwierigen Bedingungen ausgetragen. Wir hatten einen Reifenschaden und mit dem Wagen Nummer 51 gab es auch einige Probleme bezüglich der Strategie. Am Ende konnten wir uns jedoch die Punkte holen, die wir für den Titel benötigten. Das war eine hervorragende Leistung, alle drei Titel zu gewinnen. Jetzt können wir diesen wunderschönen Sieg genießen und ab morgen werden wir uns auf die kommende Saison konzentrieren.“

Das Rennen. In der Pro-Klasse war der bestplatzierte Ferrari der 458 Italia mit Startnummer 71 mit Davide Rigon und James Calado von AF Corse am Steuer. Der Wagen kam auf Rang drei ins Ziel – vor den Teamkollegen Gimmi Bruni und Toni Vilander. Die Klasse wurde vom Aston Martin Nummer 97 mit Turner und Mucke gewonnen.

In der LMGTE-Am Klasse holte sich der AF Corse Ferrari Nummer 81 mit Wyatt, Rugolo und Bertolin Rang drei. Emerson Fittipaldi hatte ein schwieriges Rennen und kam auf Rang sechs ins Ziel. Als der mehrfache Meister nach zweieinhalb Stunden den Wagen übernommen hatte, trat ein Problem mit dem Getriebe auf und er musste das Fahrzeug an die Box zurückbringen. Die AF Corse-Mechaniker behoben das Problem und der Wagen war schon bald wieder auf der Strecke. Fittipaldi hatte sich dazu entschlossen im letzten Rennend der WEC Meisterschaft in Brasilien den AF Corse Ferrari 458 Italia Nummer 61 zu steuern nachdem er im Jahr 2008 zum letzten Mal in den brasilianischen GT-Meisterschaften gestartet war. Es war Emersons Debüt am Steuer eines Wagens mit dem springenden Pferd.

Am Freitag, den 05. Dezember 2014 werden die Ferrari Langstrecken-Meister zur Preisverleihung in Doha erwartet. Am nächsten Tag werden sie hingegen in Abu Dhabi zur großen Abschlussveranstaltung, den Ferrari Finali Mondiali, auf die Strecke gehen.