Ferraris “Lady in Blue”

Ferraris “Lady in Blue”

GT & Sport Cars

Atemberaubender 250 GTO von Ferrraris Classiche Abteilung restauriert

Maranello, 28. November 2014
Einer der Stars auf den Rennstrecken in den 1960er Jahren war ein Ferrari 250 GTO. Dieses Fahrzeug steht nun nach einer über zwei Jahre dauernden Restauration durch die Ferrari Classiche Abteilung bereit, um zu seinem Besitzer in den USA zurückzukehren. Während seines Aufenthalts in Maranello wurde das Fahrzeug bezüglich Triebwerk und Karosserie in jenen Zustand zurückversetzt, in dem er dem in Bologna ansässigen Verleger Luciano Conti im Jahre 1962 geliefert wurde. Conti fuhr den Wagen auch in seinem ersten Rennen, dem Bologna-Passo della Raticosa.

Die Ära Volpi. Im Juni des Jahres 1962 wurde das Fahrzeug mit Chassis Nr. 3445 an Graf Giovanni Volpi di Misurata verkauft. Der passionierte Rennfahrer Volpi nahm daraufhin mit den Abzeichen der S.S.S. Repubblica di Venezia an Motorsportwettbewerben teil. In diesen Jahren siegte der Wagen unter anderem auch bei dem Trophée d’Auvergne mit Carlo Maria Abate am Steuer.

 

Eine neue Lackierung. Im April des Jahres 1963 erwarb der Schwede Ulf Norinder den 250 GTO und musste ihn – aufgrund der geltenden Reglements – in den schwedischen Landesfarben (Blau und Gelb) lackieren. Norinder holte sich mit dem Fahrzeug schließlich einen Sieg im Vastkustloppet-Rennen. In der Targa Florio belegte der 250 GTO zwei Mal den zweiten Rang (mit Bordeu und Scarlatti im Jahr 1963 sowie im Jahr 1964 mit Norinder und Pico Troiberg mit der Nr. 112, die er noch heute trägt). In den folgenden Jahren wechselte das Fahrzeug mehrmals den Besitzer und gelangte im Jahr 2012 nach Maranello, wo er makellos restauriert wurde. Der 250 GTO ist somit nun wieder in den Farben Schwedens lackiert und wird zu seinem Besitzer zurückkehren.