Volltreffer für den Ingenieur

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Goldmedaillengewinner Niccolò Campriani: vom Schießplatz an den Schreibtisch in Maranello

Maranello, 03. August 2015 – Niccolò Campriani ist mehr als ein junger Ingenieur. Das erkennt man umgehend an den Medaillen, die hinter seinem Arbeitsplatz hängen. Medaillen, die er bei den Europaspielen in Baku im vergangenen Sommer geholt hat. Campriani ist nicht nur Sportler, sondern auch amtierender Olympiasieger im Sportschießen über 50 Meter. Diesen Titel wird er im kommenden Jahr in Rio de Janeiro verteidigen. “Hier in Maranello arbeite ich an einem halb-beweglichen Hochpräzisionsstock, der in Zukunft dazu benutzt wird die Gewehre des italienischen Teams zu testen. Dies wird uns dabei helfen die beste Munition auszuwählen und diese so gut wie möglich mit unseren Waffen für die Spiele zu verbinden.”

 

Ferrari-Magie. Der in Florenz geborene Ingenieur ist noch bis kommenden Dezember mit dem Projekt beschäftigt. „Dies ist eine unglaubliche Erfahrung für mich. Ich denke man kann sagen, dass während jeder Sportler von den Olympischen Spielen träumt, jeder Ingenieur von Ferrari träumt. Wir befinden uns hier im Olymp der Motoren. Ein fantastischer Ort.” Bezüglich seines Lieblingswagens ist er etwas hin und her gerissen: „Bis vergangene Woche war es zweifellos der 488 GTB, doch seit der Spider präsentiert wurde kann ich mich nicht mehr entscheiden. Ich habe den Spider live gesehen und er ist wirklich fantastisch. Wenn ich mich für ein klassisches Modell entscheiden müsste, dann würde ich immer für den 288 GTO stimmen.”

Traum. Niccolò hat jedoch bisher noch nie einen Ferrari selbst gefahren. „Ich war schon nah dran. Ich habe im Jahr 2012 die große Feier in Maranello für die Olympiasieger verpasst. Zu diesem Zeitpunkt hatte ich ein Examen in London. Als mein Professor das hörte nahm er mich in seinem F430 mit. Ich weiß, dass ich nur Beifahrer war. Aber der Wagen war rechtsgesteuert und ich saß somit auf der linken Seite. Ich hoffe, dass ich noch vor Jahresende selbst einen Ferrari steuern kann.“
Gemeinsame Charaktereigenschaften. Der Olympiasieger und Ferrari haben zahlreiche Dinge gemeinsam, vor allem aufgrund Niccolòs Disziplin. “Das Streben nach absoluter Perfektion ist etwas was uns verbindet. Die Herausforderung ist es, so nah an die Perfektion wie möglich heranzukommen indem man nach und nach alles Überflüssige beseitigt. Siege in den Grands Prix, auf den Märkten und in den Olympischen Spielen basieren alle genau hierauf. Sie sind Etappen auf dem stetigen Weg der Verbesserung, der keine Ziellinie kennt.“

Fan. Niccolòs Leidenschaft für Ferrari und die Scuderia sind beinahe eine Familienangelegenheit. „Ich wuchs während der Schumacher-Ära auf. Die Rennen am Sonntag waren bei uns zu Hause eine Tradition und ich habe viele schöne Erinnerungen daran. Ich bin jetzt immer sehr viel unterwegs, doch wann immer ich kann verfolge ich die Rennen. In diesem Jahr habe ich besonders viel Freude und wir mussten nicht nur von unserer Erinnerung zehren. Vettel hat unsere Ehre in Ungarn verteidigt und ich kann den GP von Italien in Monza kaum erwarten!“