Ferrari 400 GT - 1976

Überblick

400 GT

1976

Dies war eine stärkere Version des 365 GT4 2+2 mit einem 4,8-Liter Triebwerk. Der 400 GT war der neue Maßstab im Bereich der 2+2 Coupés mit Frontmotor. Auch im Interieur hatte man einiges zum Positiven verändert. Zudem war dies der erste Ferrari, der auf Wunsch mit einem 3-Gang General Motors-Getriebe ausgestattet werden konnte, um den Anforderungen des US-Markts zu entsprechen.

Blick auf

Der 400 GT löste den 365 GT4 2+2 ab und hatte sein Debüt im Jahr 1976 im Rahmen des Pariser Automobilsalons. Wie beim 365 so bezog sich auch bei diesem Modell die Bezeichnung auf den Hubraum eines Zylinders. Das Triebwerk hatte somit eine Bohrung von 81 mm (wie der Vorgänger) und einen Hub von 78 mm, was zu einem Gesamthubraum von 4823 ccm führte.

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Ferrari 400 GT - 1976
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Das Triebwerk

Die Werksbezeichnung lautete F 101 C 000. Das Triebwerk verfügte über zwei Reihen an 38 DCOE 110-111 M Weber Doppel-Drehstromvergasern mit Doppelspule hinter dem Motor, um eine Leistung von 340 PS zu generieren.

Das Triebwerk war mit einem 5-Gang +R Getriebe verbunden. Die Kraft wurde vom Getriebe durch einen Propellerschacht an ein Sperrdifferential übertragen und von dort aus über Achswellen an die einzeln aufgehängten Hinterräder, die über eine selbstregulierende Hydraulik verfügten.

Das Chassis

Obwohl das Chassis der 400er Serie der des Vorgängers 365 GT4 2+2 nahezu identisch war, so gab es doch einige kleine Unterschiede, weshalb das Chassis auch die Werksbezeichnung F 101 CL 100 für die Schaltgetriebeversion trug.

Die Wagen der 400er Serie kann man durch einige kleine Details vom Vorgängermodell unterscheiden: eine schmale in Wagenfarbe lackierter Frontstoßstange, Fünf-Stern-Felgen mit fünf Radmuttern anstelle der mittigen Nabe, paarweise angeordnete Rückleuchten und das fehlende „springende Pferd“ auf dem Kühlergrill.

Im Inneren war die Polsterung etwas üppiger und der Stil der Nähte verändert worden, ebenso wie der Schalthebel auf der Mittelkonsole und die Türentriegelung.

Ferrari 400 GT - 1976
Ferrari 400 GT - 1976

Der 400 GT wurde bis November 1979 insgesamt 147 Mal mit den Fahrgestellnummern von 19353 bis 28261gefertigt. 

Wie der 365 GT4 2+2 so wurde auch der 400 Automatic bei Pininfarina in Turin gefertigt und veredelt. Anschließend wurde die Karosserie nach Maranello zu Ferrari verschickt, wo man die mechanischen Komponenten integrierte. Der Wagen wurde links- und rechtsgesteuert angeboten, hatte serienmäßig eine Servolenkung, war aber, die auch die anderen 12-Zylinder Modelle dieser Zeit, nicht für den US-Markt ausgelegt.

Technische Details

V12  Motor

Typ Vorne, längs 60° V12
Bohrung und Hub 81 x 78 mm
Hubraum pro Zylinder 401.93 ccm
Gesamthubraum 4823.16 ccm
Kompressionsverhältnis 8.8 : 1
Höchstleistung 250 kW (340 hp)
Spezifische Leistung 70 hp/l
Maximum torque -
Ventiltrieb Doppelte obenliegende Nockenwellen pro Zylinderreihe mit zwei Ventilen pro Zylinder
Benzinversorgung Sechs Weber 38 DCOE - Vergaser
Zündung Einzelzündkerze pro Zylinder, zwei Spulen
Schmierung Nasssumpf
Kupplung Einscheibenkupplung
Rahmen Stahlrohr
Vorderradaufhängung Einzelradaufhängung mit verschieden langen Querlenkern, Schraubenfedern auf Teleskopdämpfern, Querstabilisator
Hinterradaufhängung Selbstregulierend, Einzelradaufhängung, verschieden lange Querlenker, Schraubenfedern auf Teleskopstoßdämpfern, Querstabilisatoren
Bremsen Scheiben
Antrieb 5 Gänge + Rückwärtsgang
Lenkung Servo-Kugelumlauflenkung
Fassungsvermögen Tank 120 Liter
Räder (vorne) 215/70 VR 15
Räder (hinten) 215/70 VR 15
Typ 2+2 coupé
Länge 4810 mm
Breite 1796 mm
Höhe 1310 mm
Radstand 2700 mm
Spurweite vorne 1470 mm
Spurweite hinten 1500 mm
Trockengewicht 1700 kg
Höchstgeschwindigkeit 245 km/h
Beschleunigung 0-100 -
0-400 m 14.8 Sek.
0-1000 m 25.3 sek.