Überblick

Ferrari 430 Scuderia - 2007

Ferrari
430 Scuderia

Michael Schumacher verbrachte während der Entwicklung des Wagens lange Zeit mit Tests des 430 Scuderia, wobei er die Methode, die ihn über viele Jahre hinweg auf Rennstrecken in aller Welt so einzigartige machte, sorgfältig umsetzen konnte. Die richtigen Zutaten standen bereit: ein leichter und leistungsfähiger Wagen, komfortabel und ergonomisch, mit einem atemberaubenden Gewichts-Leistungs-Verhältnis; Bodeneffekt-Aerodynamik, die den Wagen bei höheren Geschwindigkeiten noch effektiver machen; kraftvolles und reaktionsschnelles Bremsen, das durch die Bremssättel und die Carbon-Keramik-Scheiben gewährleistet wird, und vor allem das am Lenkrad angebrachte Manettino, über das der Fahrer die Einstellungen des Wagens nach seinen Anforderungen regulieren kann. Im Laufe seiner Karriere war die Entwicklungsarbeit, die der siebenmalige Weltmeister gemeinsam mit den Ingenieuren und Elektronikern der Scuderia vorgenommen hat, einer der ausschlaggebenden Gründe für seinen außerordentlichen Erfolg auf der Rennstrecke. Schumachers Anregungen hatten zudem auch enormen Einfluss auf die Entwicklung der Ferrari Formel 1-Lenkräder in den vergangenen Jahren.

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Wenn man ihn am Steuer des 430 Scuderia auf dem alten Nürburgring sah, wusste man sofort nach was er suchte, als er kontinuierlich Einstellungen der Kontrollinstrumente vornahm, um Schaltzeiten, Aufhängung und Stabilität zu koordinieren.

Diese Modell konnte somit während seiner Entwicklung vom unvergleichlichen Feingefühl dieses Ausnahmefahrers profitieren. Diese Erlebnis steht nun allen zur Verfügung.

Ferrari 430 Scuderia - 2007

DESIGN

Design  und Stil

Leicht, einfach und atemberaubend, mit einem charakteristischen Triebwerk und unverwechselbarem Sound: jedes noch so kleine Detail des Ferrari 430 Scuderia bringt kompromisslose Sportlichkeit zum Ausdruck, mit einer eng mit der Welt des Motorsports verbundenen Entstehungsgeschichte, die auch in seinem Namen zum Tragen kommt. Der siebenfache Formel 1-Weltmeister Michael Schumacher war an der Entwicklung des Wagens, der nun den leidenschaftlichsten Kunden des Hauses Ferrari zur Verfügung steht – extensiv beteiligt.

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Racing style

Der Stil des Interieurs ist typisch für einen Rennwagen und zielt auf Gewichtsreduzierung ab, wobei spezielle Hightech-Materialien zum Einsatz kommen. Der Mitteltunnel wurde speziell gestaltet und aus Kohlefaser gefertigt, ebenso wie die Türverkleidungen.

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Ferrari 430 Scuderia - 2007
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Interieur, schlicht und anspruchsvoll

Der Boden im Fußraum ist aus anti-rutsch Aluminium und einigen unverkleideten Metallteilen gefertigt, um die Karosserie zu enthüllen. Die Sitze sind vollkommen neu und für besonderen Halt auch unter extremen Fahrbedingungen geformt. Das Instrumentendisplay ist funktionell gestaltet und verfügt über ein eigenes, spezielles Grafikdesign. Das gesamte Interieur sowie die Polsterung sind aus “3D” und Hightech-Fasern Alcantara® gefertigt. Der neue “Super Racing” Sitz muss hierbei jedoch besondere Erwähnung finden.

Dieser Sitz ist vollständig aus Kohlefaser gefertigt, kann manuell eingestellt werden und steht in verschiedenen Größen zur Auswahl. Die Seitenteile sind mit Motorsportgewebe verkleidet und passen zum “3D” Material, das nicht nur atmungsaktiv ist sondern auch besonderen Halt bietet.

Ferrari 430 Scuderia - 2007

Das Konzept des 430 Scuderia und seiner gesteigerten Leistung sowie verbesserten Dynamik hatte zur Folge, dass zahlreiche Details im Inneren des Wagens und stilistische Details an seiner Karosserie überarbeitet wurden. Ziel war es ein Modell zu schaffen, das direkt vom F430 Projekt abstammte, wobei stilistische Elemente verwendet wurden, welche die Anforderungen hinsichtlich aerodynamischer Effizienz, die einem Wagen, der für ein Höchstmaß an Leistung ausgelegt wurde, innewohnen müssen.

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Ferrari 430 Scuderia - 2007
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Besondere Modifizierungen wurden an der Karosserie des Wagens vorgenommen, was sich bedeutend auf den Abtrieb auswirkte. Der 430 Scuderia verfügt über größere und neu gestaltete Lufteinlässe an der Front, die mit einem weitmaschigen Metallgitter versehen sind. Tests im Windkanal halfen dabei das untere Profil des Wagens neu zu gestalten, wobei hier die Stoßstangen und der Frontspoiler betroffen waren. Damit konnte der Abtrieb sowohl an der Front als auch am Heck gesteigert werden.

Das 430 Scuderia Konzept

Die seitlichen größeren Lufteinlässe wurden ebenfalls neu gestaltet. Von großer Bedeutung ist aber auch der neue Auftritt des Wagens mit in Grau gehaltenen Details, die dem Kühlergrill und dem mittleren Bereich der Front, den Frontscheinwerfern, den Radverkleidungen und den Rennstreifen (Sonderausstattung), welche die Länge des Wagens zur Geltung bringen, größere Bedeutung zukommen lassen. Der Gesamteindruck ist der einer ausgewogenen Lackierung, die der Motorsportausrichtung des Wagens entspricht.

Ferrari 430 Scuderia - 2007
Ferrari 430 Scuderia - 2007

Das seitliche Profil unterstreicht die Modifizierungen des Wagens. Der 430 Scuderia liegt um 15 Millimeter niedriger als der F430. Die neu gestalteten Frontschweller mit größeren Lufteinlässen hin zum Motorraum und die neuen Radverkleidungen mit einem leichteren und funktionelleren Design leisten einen weiteren Beitrag. Neue Rückspiegel aus Kohlefaser runden die Designfeatures ab, die vor allem auch auf eine Gewichtsreduzierung des Wagens abzielen. Das Heck des Wagens weist ebenfalls einige besondere aerodynamische Details auf: den Heckspoiler mit seinem auffallenden Profil und den Heckdiffusor, der zur Verbesserung seiner Effizienz und zum Ausgleich des durch das neue Design der Front erzielten Abtriebs vollkommen neu gestaltet wurde. In der neu gestalteten Heckstoßstange befinden sich die weit oben sitzenden Endauspuffrohre, die sich an den Ausführungen inspirieren, die in den Ferrari Challenge Rennen erfolgreich mit dem F430 Challenge Rennwagen zum Einsatz kommen.

Sorgfältige Forschungsarbeit im Bereich der Gewichtsreduzierung führte zum Einsatz von Kohlefaser in zahlreichen Bereichen des Wagens. So wurden der Einlasskrümmer, die Abscheider und die Luftfilterboxen sowie zahlreiche andere Teile des Wagens aus Kohlefaser gefertigt.

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INNOVATIONEN

F1  Superfast2

Getriebe

F1-SuperFast2 ist die neueste Entwicklung im Bereich der F1-Schaltung, die in sämtlichen Modellen des Hauses Ferrari zum Einsatz kommt. Die Reduzierung der Schaltzeiten – die sich in der Unterbrechung der Beschleunigung ausdrücken und berechnet werden (nicht nur in der Zeit, die benötigt wird, um einen neuen Gang zu wählen) – basiert auf dem Konzept der “Parallelisierung” der Zeiten, die für die folgenden Operationen notwendig sind:
- Drehmoment kappen und Auskuppeln;
- Lösen, Auswählen und Gang einlegen;
- Einkuppeln und Drehmoment liefern.

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Ferrari 430 Scuderia - 2007
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Diese Vorgänge werden normalerweise sequentiell durchgeführt. Mit dem F1-SuperFast2 – einem vollständig integrierten und vollkommen innovativen Softwaremanagement-System für das Triebwerk und das Schaltsystem – ermöglicht es die Gänge im gleichen Moment, in dem die Kupplung geöffnet und geschlossen wird zu lösen und einzulegen. Dies führt dazu, dass der 430 Scuderia von niedrigeren Schaltzeiten profitiert, die bei 60 Millisekunden liegen können.

Dieser Wert – der niedrigste in der gesamten Ferrari-Modellpalette – garantiert ein Höchstmaß an Sportwagenfeeling, ohne dass dies jedoch auf Kosten des Komforts für Fahrer und Beifahrer gehen würde. Das Getriebe des 430 Scuderia liegt weiterhin längs im Heck und weist einen 6-Gang-Aufbau (und Rückwärtsgang) auf. Es verfügt über Multicone-Synchronringe, die beim Gangwechsel außergewöhnliche Leistung sicherstellen. Die Gänge und der abgeschrägte Achsantrieb wurden bezüglich Drehzahlverhältnis und Aufbau modifiziert, um die Umsetzung des Drehmoments, das vom Triebwerk geliefert wird, zu optimieren und schnellere Beschleunigung zu garantieren.

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E-Diff und

F1-Trac 

Das in das Getriebe integrierte E-Diff ist zweifellos das bedeutendste Detail, das den 430 Scuderia einem Rennwagen so nach wie möglich bringt. Diese Vorrichtung wird seit vielen Jahren in der Formel 1 eingesetzt, wobei es dort auch mit dem Stabilitätskontrollsystem der Rennwagen verbunden ist. Nach dem F430 ist der 430 Scuderia der erste Hochleistungssportwagen mit Straßenzulassung, der mit einem elektronisch gesteuerten Differential ausgestattet ist. Das Drehmoment wird dabei intelligent an die Antriebsräder verteilt, wobei hydraulische Kupplungsscheiben und ihre entsprechenden Gegenscheiben zum Einsatz kommen. Dies geschieht direkt entsprechend den Fahrverhältnissen (Winkel des Gaspedals, Lenkwinkel, Richtungswechselgeschwindigkeit, Unterschied der Radumdrehungen) indem die Kraft über die Achse je nach Anforderung verteilt wird, um die Leistung, die Richtungsstabilität, die aktive Sicherheit und das Fahrvergnügen konstant zu halten. Das vollkommen in die anderen Systemen des Wagens (Triebwerk, F1-GEtriebe, CST, ABS, elektronisches Aufhängungssystem und F1- Trac) integrierte E-Diff ermöglicht es den Setup über das auf dem Lenkrad angebrachte Manettino den Anforderungen des Fahrers und den Fahrbahnoberflächenbedingungen anzupassen.

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Transmission: E-Diff and F1-Trac

Wie das E-Diff so stammt auch das F1-Trac Traktionskontrollsystem direkt aus der mit den Formel 1-Rennwagen gesammelten Erfahrungen. Dieses System gestattet auch weniger erfahrenen Fahrern den Wagen bezüglich Kurvenfahrten, Sicherheit und Stabilität „am Limit“ zu bewegen. Das F1-Trac Traktionskontrollsystem wurde zum ersten Mal in einem Straßenwagen mit dem Ferrari 599 GTB Fiorano präsentiert. Es arbeitet schneller und präziser als herkömmliche Kontrollsysteme und ermöglicht konstante Anpassung des Drehmoments, um sicherzustellen, dass die gewünschte Fahrlinie eingehalten wird. Das System ist in der Lage das größtmögliche Traktionsniveau zu abzuschätzen, wobei kontinuierlich die relativen Radgeschwindigkeiten gemessen werden und eine sich selbst anpassende Systemfunktionslogik zum Einsatz kommt. Durch einen Abgleich eines im Kontrollsystem gespeicherten Modell der Fahrzeugdynamik optimiert das F1-Trac die Übertragung des Drehmoments, um ein Höchstmaß an Effizienz der Leistungsübertragung an die Räder sicherzustellen.

Das System garantiert:

- maximalen Antrieb bei Kurvenausfahrten;

- stabiles und ruhiges Fahren auch untere Extrembedingungen;

- konstante Leistung;

- Fahrkomfort.

Ferrari 430 Scuderia - 2007
Ferrari 430 Scuderia - 2007

Das Ergebnis der Kombination von E-Diff und F1-Trac – im Vergleich zu einem herkömmlichen Traktions- und Stabilitätskontrollsystem – ist eine 40 Prozent bessere Beschleunigung bei Kurvenausfahrten. Das größere Potential, das durch das F1- Trac zur Verfügung gestellt wird, kann am besten auf Rennstrecken mit ausgesprochen guter Straßenhaftung (RACE) genutzt werden, um folgendes zu erreichen:

- beinahe professionelle Fahrleistungen auch von weniger erfahrenen Fahrern (40% bessere Beschleunigung bei Kurvenausfahrten);

- Eingriffskomfort (Reduzierung von Vibrationen und/oder Schwankungen).

Das Potential des F1- Trac kann auch auf Fahrbahnoberflächen mit guter oder ausreichender Haftung ausgenutzt werden, um folgendes zu erreichen:

- gesteigerte Leistung im Vergleich mit herkömmlichen Kontrollsystemen (20% bessere Beschleunigung bei Kurvenausfahrten);

- erhöhter Komfort und Eingriffssicherheit (15prozentige Reduzierung der Vibrationen des Systems).

Racing  Manettino

Im Unterschied zum in bereits in anderen Ferrari Modellen genutzten Manettino trägt es im 430 Scuderia den Namen “Racing manettino”. Damit eignet es sich besonders zum schnellen und sportlichen Fahren auf Rennstrecken und bietet mehr Möglichkeiten die Einstellungen der elektronischen Parameter vorzunehmen. Im Vergleich zum F430 wurde am Manettino des 430 Scuderia das ICE Setting entfernt und das CT Setting bevorzugt, das lediglich die Traktionskontrolle deaktiviert, während die Stabilitätskontrolle aktiviert bleibt.
Das Manettino verfügt über folgende Einstellungen für die entsprechenden Bedingungen:

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LOW ROAD-HOLDING:

LOW ROAD-HOLDING:
Höchstmaß an Sicherheut unter sämtlichen Bedingungen; besonders bei nassem Untergrund oder Fahrbahnoberfläche mit geringer Haftung empfohlen.

SPORT:
Garantiert Sicherheit bei guten Straßenhaftungsbedingungen; bestes Setting für den täglichen Einsatz auf der Straße.

RACE:
Höchstmaß an Leistung und Stabilität bei perfekten Straßenhaftungsbedingungen; besonders empfohlen für den Einsatz auf Rennstrecken.

CT:
Diese Einstellung deaktiviert das Traktionskontrollsystem des Wagens, womit ein Durchdrehen der Räder nicht verhindert wird, während die Stabilitätskontrolle sicherstellt, dass ein ausreichend großes Sicherheitsniveau gewährleistet ist.

CST:
Mit dieser Einstellung werden die Traktions- und Stabilitätskontrollsysteme deaktiviert, um dem Fahrer ein Höchstmaß an Freiheit und Kontrolle über den Wagen auf der Rennstrecke zu bieten. Keine der elektronischen Vorrichtungen – ausgenommen das E-Diff – greift in dieser Einstellung auf die Stabilität des Wagens ein.

ANPASSUNG AN VERSCHIEDENE BEDINGUNGEN: DÄMPFERTRENNUNG (SOFT).

Je nach den gegebenen Fahrbedingungen und den Anforderungen des Fahrers kann die Aufhängungsdämpfungskontrolle des 430 Scuderia von der vom Manettino vorgegebenen Logik abgekoppelt werden. Hierzu wird ein spezieller, auf dem Mitteltunnel angebrachter Knopf verwendet.Diese Funktion sorgt für besseren Komfort auf unebenen Fahrbahnoberflächen (z.B. auf dem Nürburgring) oder auch für eine entspannendere Fahrt auf der Autobahn.

Aerodynamik

Die Verbindung von Aerodynamik und Design ermöglichte bedeutende Verbesserungen bezüglich der aerodynamischen Effizienz – im Vergleich zum F430 – durchzuführen. Unter anderem konnte der Gesamtabtrieb des Wagens gesteigert werden, wobei der gleiche Luftwiderstandskoeffizient erhalten werden konnte. Diese Entwicklungen wurden vornehmlich im Ferrari Windkanal an Modellen im Maßstab von 1:3 vorgenommen.
Zahlreiche Konfigurationen wurden getestet: die am Ende ausgewählte Konfiguration wurde schließlich bis ins kleinste Detail während Tests auf der Rennstrecke optimiert.

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Die Effizienz des neuen Heckdiffusors wurde durch eine Überarbeitung des auf der Kante der Motorabdeckung sitzenden Heckspoilers und den Luftkanälen – welche Luft von den hinteren Radkästen zur Heckstoßstange leiten – gesteigert. Hierbei entsteht ein Washing-Effect des Überdrucks im Radkasten (“Base Bleed”-Patent – von Ferrari für das FXX-Projekt entwickelt).
Die neuen, niedrigeren Schweller ermöglichen eine gleichmäßigere Druckverteilung unter dem Wagen, womit der Abtrieb gesteigert wird, der gleichmäßig zwischen Front und Heck des Wagens verteilt wird. In dieser Konfiguration besitzt die Form des 430 Scuderia einen gesteigerten vertikalen Abtrieb von75 kg bei 150 km/h bis über 300 kg bei Höchstgeschwindigkeit.

Motorensound. Innen und außen

Der Klang des Motors und der Abgasanlage ist eines der charakteristischsten Merkmale sämtlicher Wagen des Hauses Ferrari. Dieser Sound war stets ein entscheidender Faktor wenn es darum ging ein enges Verhältnis zwischen dem Wagen und dem Fahrer herzustellen und das Fahrvergnügen zu steigern.

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Dies wird erreicht indem dem Niveau und der Qualität des Klangs erhebliche Aufmerksamkeit zuteil wird, um sicherzustellen, dass in sämtlichen Situationen der Geräuschpegel stets auf einem angenehmen Level liegt. Hierbei kommen spezielle fortschrittliche Berechnungsvorrichtungen und virtuelle Simulatoren zum Einsatz, die an den Lufteinlässen, der Abgasanlage und den Soundproofing-Funktionen arbeiten. Spezielle Vorrichtungen, so genannte Resounder, wurden in die Lufteinlasssysteme integriert, um den Klang des Triebwerks zu modulieren und zu betonen, wobei die Abgasanlage mit hohen Auspuffrohren direkt aus dem F430 Challenge und dem F430 stammt.

Wie der F430 so kommen auch im F430 Scuderia so genannte Bypass-Ventile mit regelbarem Aufbau zum Einsatz. Dieses System wurde speziell in Bezug auf die akustischen Ziele dieses Wagens verbessert. Der Motorensound kann klar im Wageninneren vernommen werden. Er wird besonders stark und belebend, wenn der Fahrer das Gaspedal kräftig tritt, wenn der Sound von Ein- und Auslass zu dominieren beginnt.

Carbon-Keramik

Scheibenbremsen

Das Bremssystem des 430 Scuderia mit größeren Carbon-Keramik Bremsscheiben wurde speziell entworfen, um die gesteigerte Leistung des Wagens widerzuspiegeln. Hierzu war eine allumfassende Steigerung der Bremsleistung im Vergleich zum F430 notwendig. 

Das System umfasst:

- Schreiben vorne: 15,6 x 1,4 Zoll mit Einzelblock 6-Kolben Aluminiumbremssattel mit 30/34/38 Durchmesser;

- Scheiben hinten: 13,7 x 1,3 Zoll mit 4-Kolben Aluminiumbremssattel mit 38/42 Durchmesser.

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Die vorderen Bremsscheiben, mit ihrem größeren Durchmesser (+ 0,7 Zoll im Vergleich zum F430) steigern die Bremseffizienz und wurden eigens dafür entworfen, die richtige Wärmeverteilung zu ermöglichen, während sie gleichzeitig eine hohe Widerstandsfähigkeit aufweisen. Die Komponenten, zusammen mit dem 6-Kolben Aluminiumbremssattel vorne, stellen konstante und ausgezeichnete Leistung auf der Rennstrecke sicher.

Das Bremspedalgefühl wurde für sämtliche Fahrbedingungen verbessert, wobei das Bremssystem auch in Extremsituationen auf der Rennstrecke konstante Leistung bietet. Die Eigenschaften des Carbon-Keramik-Materials (CCM) stellen sicher, dass auch bei Höchstbelastung keinerlei Vibrationen auftreten, im Gegensatz zu herkömmlichen Bremssystemen, die unter Volllast an Vibrationen leiden.

Durch die Einführung des ESP 8.0 Hauptprozessors (CPU) konnte die Datenverarbeitungszeit um rund 15 Prozent verringert werden, wobei gleichzeitig die Eichung des CST/ABS-Systems für die CCM-Bremsen optimiert werden konnte, wodurch ein Höchstmaß an Bremsleistung sichergestellt wird.

Technische Details

V8  Motor

Länge 4512 mm
Breite 1923 mm
Höhe 1199 mm
Radstand 2600 mm
Spurweite vorne 1669 mm
Spurweite hinten 1616 mm
Trockengewicht 1250 kg*
Kerbgewicht 1350 kg*
Kofferraumfassungsvermögen 250 Liter
Fassungsvermögen Tank 95 Liter
Gewichtsverteilung vorne 43% / hinten 57%
Fassungsvermögen Tank vorne 398x36 mm / hinten 350x34 mm
Vorne 235/35 mm ZR 19"
Hinten 285/35 ZR 19"
Typ 90° V8
Bohrung/Hub 92 mm x 81 mm
Hubraum ges. 4308 ccm
Kompressionsverhältnis 11,88:1
Leistung max. 375,4 kW (510 PS) bei 8,500 rpm
Drehmoment max 470 Nm (47,9 kgm) bei 5,250 U/Min.
Leistung max. pro Min. 8640 rpm (mit Limiter)
Spezifische Leistung 118,4 PS/Liter
Höchstgeschwindigkeit 320 km/h
0-100 km/h (0-62 mph) Weniger als 3,6 Sek.
0-200 km/h (0-124 mph) Weniger als 11.6 Sek.
0-1000 m 20,9 Sek.
Trockengewicht / Leistung 2,45 kg / PS
Elektronik CST: Stabilitäts- und Traktionskontrolle mit neuer F1-Trac Traktionskontrolllogik mit dem elektronisch gesteuerten Differential (E-Diff)
Antrieb und Getriebe E-Diff2
Antrieb und Getriebe (E-Diff+F1-Trac)
Antrieb und Getriebe F1A-Getriebe; Rückwärtsgang
Kombiniert 15.7 l/100 km
Kombiniert 360g/km
* Ausführung für europäische Märkte

Das Ergebnis konstanter Innovation

Eine der bedeutendsten Eigenschaften, die alle Ferrari-Kunden verbindet ist der Wunsch nach Straßenwagen, die von Ferrari erfolgreich in der Formel 1 entwickelte Technologien bieten. Im Jahr 1997 war Ferrari der erste Hersteller der Welt, der – mit dem 355 – ein manuelles Getriebe mit F1-Schaltung präsentierte. Ferrari war auch bezüglich der Einführung der Carbon-Keramik-Technologie für Bremssysteme das erste Unternehmen der Welt das dieses im Enzo im Jahr 2002 vorstellte. Es wurde dann im Jahr 2003 in den Challenge Stradale integriert und wird heute in der gesamte Modellpalette verwendet.

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Ferrari-430-Scuderia
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Dies sind lediglich zwei Beispiele wie die für die Rennwagen des Unternehmens entwickelten Technologien kontinuierlich in die GT-Wagen transferiert werden. Andere Technologien, die in der Motorsportabteilung des Hauses Ferrari entwickelt wurden sind unter anderem die erheblich reduzierte Schaltzeit und der Einsatz von Elektronik bezüglich der Traktionskontrolle und des Differentials. Die eingehenden Studien fortschrittlichster Aerodynamik, die im Jahr 1994 mit der Einführung von Bodeneffekten im F355 ihren ersten Umsatz fanden, haben ihren Ausgang ebenfalls in der Formel 1. Der 430 Scuderia ist im Bereich des Einsatzes innovativer Ideen – die darauf abzielen Leistung und Fahrspaß zu maximieren, um das Fahrerlebnis dem eines Formel 1-Rennwagens nahe zu bringen – abermals Lichtjahre voraus.